Mein Terffen mit Gott

Blanka Brejšová, 18.03.2009

Mit Gott traf ich zum ersten Mal, als ich dreiunddreißig Jahre alt war. Ich werde aufrichtig, bis diese Zeit habe ich gleich wie viele Menschen gedacht, dass ich selbst am besten weiß, was für mein Leben das Beste ist. Ergebnisse meines Lebens ohne Gott waren kläglich. Als ich vor Ihn am einen Abend gekommen war, schnappte alles bei mir. Zur Stunde erkannte ich, wie weit ich mich von der Weisheit befanden hatte und wie mein Leben ohne Gott nur eine große Täuschung gewesen war. Dank Ihm fielen mir die Scheuklappen herunter und so ich konnte ein wirklich neues Leben zu leben beginnen. Heute kann ich mir das Leben ohne Gott nicht mehr vorstellen und ich werde es nie ändern.

 

In dem Zeitraum vor meiner Bekehrung gelangte ich bis zum Ende meiner Kraft. Geknickt vom Leben, von mir selbst, geknickt von Menschen um mich. Ich empfand Nutzlosigkeit. Alleinstehende, geschiedene Mutter von zwei Söhnen, teilweise von Eltern finanziell abhängig, das alles machte mich wirklich nicht glücklich. Das störte mich sehr und ich schaute dauernd nach einer Änderung aus. Aber ich wusste nicht, wie man das ändern kann. Ich befand mich im Zirkelschluss. Immer hatte ich auf etwas gesetzt, was mir nicht half und oft war es sogar umgekehrt. Es kam mir unmöglich, mich mal aus diesem Zustand ziehen zu können. Oftmals rief ich darum zu Gott, dass ich nicht weiter kann, dass ich mein Leben zu ändern brauche. Ich wurde mir in dieser Zeit sehr gut bewusst, wie mich etwas rollt, was ich nicht greifen oder anhalten kann. Viele nennen es Schicksal.

Und Gott erhörte mich, zwar ich zuerst dachte, dass nicht. Ich hatte eine Freundin, die ich nach längerer Zeit traf. Wir tauschten Kontakte aus. Erst zu Hause merkte ich, dass sie mir ihre Telefonnummer auf ein Prospekt geschrieben hatte. Es hieß „Gott, warum?" Ich begann es lesen. Und darin las ich, dass seine eigenen Sünden einen Menschen von Gott trennen und darum geht es dem Menschen nicht gut. Am Ende des Prospektes war ein Aufruf, der mir sagte, dass ich mein Leben Gott im Gebet ausgebe. Damals machte ich das. Ich hatte gebetet und sogar schrieb ich mir das Gebet in der Arbeit an der Schreibmaschine und trug es in der Handtasche. Ich erinnere mich daran, wie mich damals die Hoffnung durchfuhr, dass Gott wirklich existieren könnte, wenn man von Ihm in dem Prospekt so glaubwürdig geschrieben hatte. Es geschah aber nichts Besonderes. Ich lebte weiter mein Leben mit dem Gebet in der Handtasche, aber ohne Gott.

Etwa ein Jahr später erzählte mir ein Freund meines Bruders, dass Gott ihm sein Leben gerettet hatte. Er lud mich zur Christenversammlung in Teplice ein. Als ich in die Versammlung kam, hörte ich von Gott. Ich hörte, dass er existiert, dass er Menschen liebt und will sie erretten. Alle um mich herum hatten mit dem Kopf genickt und so, wenn wieder der Aufruf zum Ausgeben des Lebens an Gott lautete, ging ich in der Versammlung nach vorne, wo sich die Ältesten in der Kirche über mich beteten und ich wiederholte das Gebet. Wieder geschah nichts Besonderes, nur begann ich es mir nach ein paar Tagen vorzuwerfen. Im Kopf lautete mir immer, dass ich „von nun an unter Kontrolle bin und kann nicht machen, was ich will". Weiter ging ich in die Christenversammlungen und hörte das Gottes Wort zu. Ich muss sagen, es gefiel mir. Aber ich sah, dass ich Gott nicht wie die Anderen kenne, dass ich immer bisschen beiseite bin.

 

Auf einer von Versammlungen erfuhr ich, dass Antisemitismus eine Sünde ist. Das galt auch für mich, darum betete ich für Vergebung. Es erweckte in mir auch die Neugierig, sich von den Juden mehr Kenntnis zu erlangen. Ich wollte wissen, was Gott über ihnen sagt. Die Antwort suchte ich in der Bibel. Als ich den Brief an Hebräer las, auf einmal sprach zu mir das Gottes Wort auf solcher Art, wie Gott gleich neben mir stand. Er sprach gleich zu mir und teilte mir mit großer Liebe mit, dass er Gott ist und ich eine Sünderin bin. Seine Anwesenheit entwaffnete mich buchstäblich, niemals vorher hatte ich solche Begegnung erlebt. Mit meinem ganzen Wesen wusste ich, dass Gott zu mir gekommen war und hatte mir etwas angeboten, was in der Vergleichung mit meinem bisherigen Leben so unterschiedlich als Leben und Tod war.

 

Ich kann aufrichtig sagen, dass Gott in dem kurzen Augenblick in mich das Zeugnis von seiner Existenz hineingelegt hat, das Zeugnis, dass er der Maßstab der Wahrheit ist, der Maßstab, was gut und was nicht gut ist. Er hat mir offenbart, dass alles, was in der Bibel steht, keinen geringsten Fehler hat, dass ich mich auf das, was er in der Bibel offenbart und wie er zu mir spricht, absolut verlassen kann. Ab diesem Zeitpunkt machte Gott aus mir einen ganz anderen Menschen. Es war so, wie ich aus einem schmutzigen und stinkenden Mantel ausgezogen und in etwas Wunderschönes angezogen wurde. Mein Leben bekam auf einmal seinen Sinn, es erfüllten mich Glück und Freude darüber, dass ich lebe und dass ich meinen Schöpfer gefunden hatte. Gott legte in mich das Vertrauen zu ihm und Sicherheit hinein, dass mein Leben nie ein großes Debakel sein wird, wenn ich zu ihm Zutrauen haben werde und mich von ihm führen lasse.

 

Und wirklich. So, wie ich ihn zu folgen und ihm zu vertrauen begann, begann sich auch mein Leben zu ändern. Gott half mir mich auf eigene Füße zu stellen und dazu gab er mir auch einen glaubenden Ehemann und weitere drei schöne Kinder. Meinem Ehemann und mir schenkte er die Stärke und die Weisheit eine gegenseitige Einheit zu bauen. Wir wissen und erleben, dass ein besseres Modell der Ehe, als die auf Gott gegründete, nicht existiert. Wir bekommen die Kraft für Änderungen in uns selbst, wir bekommen auch die Weisheit in unser Benehmen. Hinter uns kann man ein schönes Stück Arbeit auf unserem Leben und auf uns selbst sehen. Wir sind uns wirklich bewusst, dass wir ohne Gott, wie wir erzogen worden sind und wie wir ohne ihn gelebt haben, ganz verloren sein werden.

Ich möchte nie mehr so leben, wie ich es als gut wahrgenommen habe. Und ich habe gar keine Sehnsucht danach mehr. Ich will nur das tun, was Gott von mir will und wie er Sachen wahrnimmt. Ich danke ihm dafür.

Blanka Brejšová, Teplice

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