Und wenn er wirklich existiert?!

Darina Dvorakova, Usti nad Labem, 28 Jahre alt

Ich möchte Ihnen eine Geschichte davon schreiben, wie sich mein Leben änderte, wenn ich den lebenden Gott traf.

 

Ich wuchs in keiner christlichen Familie und für Gottes Existenz interessierte ich mich, sowie auch die Leute neben mir, fast nie. Nur selten gaben es Weilen, wann ich über den Sinn meines Lebens nachdachte. Ein paar Mal dachte ich über Gott nach, ob Er wirklich existiert und manchmal bat ich Ihn auch um etwas. Und zwar damals, wenn mir wirklich schlimm war. Wenn ich mich zurück umsehe, muss ich sagen, dass meine Bitten wirklich erfüllt wurden. Meine Beziehung zum Gott und mein Interesse für Gott hat das nicht besonders beeinflusst. Ich hatte solche Darstellung über Gott, dass ich in eine Kirche regelmäßig gehen muss und „Vaterunser..." beten muss. Und das zog mir gar nicht an.


In meinen neunzehn Jahren begann ich in der Firma meines Freundes zu arbeiten. Wir hatten mehrere Leute in unsere Firma eingestellt und haben festgestellt, dass sie Christen sind. Manchmal diskutierten wir über dem Thema „Gott". Sie erzählten mir davon, wie sie Ihn getroffen hatten, wie sie leben und was Alles Gott für sie tut.


Ich hörte ihnen gerne zu. Sie redeten über Grundsatzsachen, die auch mich betreffen. Sie sprachen über die Sündenvergebung, über das ewige Leben und über die Existenz des Himmels und der Hölle. Andererseits verstand ich nicht, wie sie an so Etwas glauben können. Es entstanden zwischen uns keine Konflikte, eher hörte ich zu, was sie sagen, und betrachte ich, wie sie leben. Ob sie wirklich so handeln, wie sie sprechen.


Sehr stark beeinflusste mir ihre Behauptung, dass es möglich ist, mit dem Gott zu sprechen und mit Ihm eine persönliche Beziehung zu haben. Diese Behauptung bedeutete eine Revolution in meiner Ansicht an Gottes Existenz. Sie sprachen davon, dass Gott ihnen Raten gibt und schrittweise ihr ganzes Leben zum Guten ändert. Offen gesagt musste ich gestehen, dass es mir mehr und mehr gefällt. Ich konnte sie mit meinem Freund Zeit zu Zeit besuchen und sie besser zu bekennen. Ich sah ihre Beziehungen in den Familien, dass sie in Ordnung waren. Damit meine ich, dass sie sich nicht streiten, sind nicht eifersüchtig, haben anständige Kinder und ähnliches... mir gefallen auch ihre Ansichten an verschiedene Sachen.


Ich und mein Freund hatten nicht so schöne Beziehung. Ständig waren zwischen uns Konflikte, wir waren einander eifersüchtig und immer mehr misstrauten wir einander. Oft gingen wir auseinander und wieder kehrten wir zurück. Wir behaupteten, dass wir nicht zusammen leben können, aber auch nicht auseinander. Finanziell ging es uns gut, aber das konnte nicht unsere Gefühlsbeziehung ersetzen. Ich fragte die Christen, ob Gott auch dieses Problem lösen könnte. Sie behaupteten, dass es selbstverständlich möglich ist und luden uns auf ihre regelmäßigen Versammlungen ein.


Die Einladungen haben wir immer anständig damit abgelehnt, dass diese öffentlichen Treffen nicht für uns sind. Ihre Reaktion war, dass ich auch allein zu Hause dem Gott sagen kann, dass ich Ihn wirklich treffen will, wenn er wirklich existiert. Das überraschte mich sehr, aber zugleich weckte das in mir eine Lust, das zu probieren. Und wenn er wirklich existiert?


Einen Tag sagte ich zu Gott: Wenn Du wirklich bist, will ich das wissen.


Mein Freund ging auf die Versammlung und erzählte mir, was dort los war. Er war entschieden, dorthin wieder zu gehen und sagte mir, dass ich mit ihm gehe. Ich versprach das.


In kurzer Zeit gingen wir auf die Versammlung von Novy Zivot gemeinsam. Mich interessierte, was dort geschehen wird. Ich war entschieden: Wenn Gott wirklich lebt, will ich Ihn dort treffen. Zugleich war ich auch fest entschlossen, mich nicht anführen zu lassen. Ich will nicht glauben, Gott sei mitten der Leute nur darum, wenn es mir jemand sagt. Solcher Glauben an Gott zog mich auf keine Weise an.


Als ich dorthin kam, gründlich sah ich die Leute rundherum an, weil ich mir bewusst war, wenn ich mit Gott leben würde, würde ich wie sie „ansehen". Die Leute waren mir sehr sympathisch.


Nach den Lobpreisen für Gott begann der Pastor darüber sprechen, dass Gott ihm das Leben verändert hatte und wie es fantastisch ist, mit Ihm zu leben. Während der Zeit, als er redete, durchlebte ich etwas, was ich noch niemals erlebt hatte. Ich wusste, dass selbst Gott dort ist und zu mir spricht. In meinem Herzen durchlebte ich die Tatsache, dass Gott wirklich lebendig ist. Das war für mich etwas Neues. Dieses Treffen mit Ihm war so überzeugend, dass ich nicht mehr widerstehen konnte. Ich erlebte, wie viel sich Gott für mich interessiert und wie viel mich er liebt. Ich durchlebte eine große Freude und zugleich stand ich vor der Entscheidung, ob ich mit Ihm leben will. Ich wusste, dass es eine wichtige Entscheidung ist. Am Ende der Versammlung nahm ich dieses Angebot von Gott an. Verbindlich, für mein ganzes Leben.


Auf einmal begriff ich das, worüber mir die Christen mit solcher Begeisterung erzählt hatten. Ich begriff auch die Bedeutung des ewigen Lebens und es wurde mir klar, dass ich mein ewiges Leben im Himmel und mit Gott leben werde.

 

Gott begann auch unsere Beziehung zwischen mir und meinem Freund zu ändern. Wir verzichteten auf die Eifersucht, in kurzer Zeit haben wir die Ehe geschlossen und bekamen wir einen Sohn. Im Unternehmen begann es uns noch besser zu gehen.


Mit meinem Mann sind wir bewusst: Ohne Gott sehe unsere Beziehung und unser ganzes Leben ganz anders. Ich will gar nicht denken, wie.


Heute lebe ich mit Gott das siebente Jahr und ich kann sagen, diese Entscheidung bereue ich noch nie.

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