Voraussetzungen und Hinderungen der Verkündigung von Evangelium - Kirche Neues Leben (Církev Nový Život)

Voraussetzungen und Hinderungen der Verkündigung von Evangelium

M. Török, 27.09.2009

2Korinterbrief 2:14-17 Aber Gott sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christo und offenbaret den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten. 15 Denn wir sind Gott ein guter Geruch Christi, beide, unter denen, die selig werden, und unter denen, die verloren werden: 16 diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des Lebens zum Leben. Und wer ist hiezu tüchtig? 17 Denn wir sind nicht wie etliche viele, die das Wort Gottes verfälschen, sondern als aus Lauterkeit und als aus Gott, vor Gott reden wir in Christo.

2Korinterbrief 5:1-10 Wir wissen aber, so unser irdisch Haus dieser Hütte zerbrochen wird, dass wir einen Bau haben, von Gott erbauet, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist, im Himmel. 2 Und über demselbigen sehnen wir uns auch nach unserer Behausung, die vom Himmel ist, und uns verlanget, dass wir damit überkleidet werden, 3 so doch, wo wir bekleidet und nicht bloß erfunden werden. 4 Denn dieweil wir in der Hütte sind, sehnen wir uns und sind beschweret, sintemal wir wollten lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet werden, auf dass das Sterbliche würde verschlungen von dem Leben. 5 Der uns aber zu demselbigen bereitet, das ist Gott, der uns das Pfand, den Geist gegeben hat. 6 Wir sind aber getrost allezeit und wissen, dass, dieweil wir im Leibe wohnen, so wallen wir dem Herrn. 7 Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen. 8 Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, außer dem Leibe zu wallen und daheim zu sein bei dem Herrn. 9 Darum fleißigen wir uns auch, wir sind daheim oder wallen, dass wir ihm wohlgefallen. 10 Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, auf dass ein jeglicher empfange, nachdem er gehandelt hat bei Leibesleben, es sei gut oder böse.

2Korinterbrief 5:14-21 Denn die Liebe Christi dringet uns also, sintemal wir halten, dass, so einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. 15 Und er ist darum für sie alle gestorben, auf dass die, so da leben, hinfort nicht ihnen selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist. 16 Darum von nun an kennen wir niemand nach dem Fleisch; und ob wir auch Christum gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr. 17 Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur. Das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu worden. 18 Aber das alles von Gott, der uns mit ihm selber versöhnet hat durch Jesum Christum und das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt. 19 Denn Gott war in Christo und versöhnete die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. 20 So sind wir nun Botschafter an Christi Statt; denn Gott vermahnet durch uns. So bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Gott! 21 Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.

 

2Korinterbrief 4:1-5 Darum, dieweil wir ein solch Amt haben, nachdem uns Barmherzigkeit widerfahren ist, so werden wir nicht müde, 2 sondern meiden auch heimliche Schande und gehen nicht mit Schalkheit um, fälschen auch nicht Gottes Wort, sondern mit Offenbarung der Wahrheit und beweisen uns wohl gegen aller Menschen Gewissen vor Gott. 3 Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist's in denen, die verloren werden, verdeckt, 4 bei welchen der Gott dieser Welt der Ungläubigen Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes. 5 Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum Christ, dass er sei der Herr, wir aber eure Knechte um Jesu willen.

(Luthersübersetzung)

091112n002.jpgDie meisten Leute möchten gut sein oder besser werden. Die Maßstäbe dessen, was gut ist, sind zurzeit in weitem nicht immer in Übereinstimmung mit Gottes Maßstäben, sondern sind dadurch gegeben, was die Mehrheit oder die Gesellschaft für gut oder annehmbar hält. Oder man betrachtet als gut oder richtig nur das, was einfach günstig ist. Die Menschen, die gut sein wollen und seinen Zustand nach den Maßstäben der umgebenden Gesellschaft werten, müssen gar nicht in Gottes Augen gut sein. Gott passt der Welt seine Maßstäbe niemals an.

Für den Menschen ist unmöglich sich selbst zu reinigen und gerecht zu machen, und zwar den Zustand anzulangen, in dem man vor Gott besteht. Gott strebt aber nicht nach der Verurteilung der Leute, sondern nach ihrer Rettung. Darum hat er Christus gesandt, der für alle gestorben ist. Gerettet sind alle, die aus eigener Entscheidung Christus ihren Glauben schenken und sich freiwillig und bewusst von dem sündhaften Leben trennen.

Das ist der Inhalt vom Evangelium. Wir wissen, dass ein Gericht sein wird, vor dem die Ungerechten nicht bestehen, allerdings wissen wir ebenso, dass man gereinigt werden und vor dem Gericht bestehen kann. Und das sagen wir, genauso wie Apostel Paulus, den Leuten: „Es ist so, darum fordern wir euch auf, lasset euch mit Gott versöhnen!" (2Kor 5:20).

Wir bemühen uns das Evangelium überall und an alle zu verbreitern, aber wir geben zu, dass wir das Gottes Wort namentlich denen sagen, um welche uns geht. Übrigens, wer sagt, dass ihm um alle auf die gleiche Weise geht, der ist ein religiöser Heuchler. Es ist richtig, aufrichtig und gerade, einfach zu denken und zu handeln. Das Evangelium, das wir verkündigen, muss genau so sein. Einfach, nicht verdreht, ohne falsche Versprechen. Die Evangelisation ist keine Wahlkampagne, in der man unrealistische blankpolierte Wahlversprechen verspricht.

Es reichen aber nicht nur Worte - wenn der, wer selbst nicht Gottes Wort lebt, es verkündigt - also wer lebt nicht gerecht, rein, der entleert das Evangelium durch seinen Leben. Sein Evangelium ist unglaubwürdig. Gottes Wort ist Gottes Wort nicht durch seine Buchstaben, sondern auch dadurch, ob der Mensch, der es spricht, auch mit dem Wort, das er verkündigt, identifiziert ist und auch so lebt.

Paul sagt: „Wir predigen nicht uns selbst." (2Kor 4:5). Wir predigen nicht für uns selbst und eignen keine uns nicht gehörende Position an. Wir sind Diener auf dem Jesu Werk, wir klügeln mit Gottes Wort nicht, wir handeln mit ihm nicht listig. Das Evangelium heißt Offenbarung der Wahrheit, nicht zum Beispiel eine emotionale Überredung. Wir respektieren andere Leute. Die Entscheidung, ob sie Christus empfangen oder nicht, muss nur ihre eigene sein. Es ist eine souveräne Sache jedes Einzelnen, wie man auf das Gottes Wort reagiert.

Manche sind verblendet - Gott dieser Welt hat sie verblendet (2Kor 4:4). Aber auch hier befindet sich ein Unterschied, ob man Finsternis und Sünde liebt, oder ob man „nur" verblendet ist. Darin liegt ein wesentlicher Unterschied, und es ist nicht immer leicht das zu erkennen. Bei der Enthüllung der Wahrheit ändern die verblendeten Menschen ihre Stellungnahme. Das Wort und die Wahrheit verachten die Sünden liebenden Leute.

Namentlich für die ersten lohnt es sich zu beten, den geistlichen Kampf für ihr Nutzen zu führen. Und mit ihnen zu sprechen und klar und deutlich ihnen kundzugeben, dass sie für uns wichtig sind. Es gibt keine wirksamere Methode, als persönliche Evangelisation. Es existiert keine mühe- oder anspruchslose Evangelisation. Man kann die Leute zu Gott ohne Mühe nicht bringen. Ohne ihnen Zeit und Bemühung zu widmen.

 

Man muss sich einer Sache bewusst sein, dass es den Christen an Verbreitung von Evangelium Befürchtungen von einem Konflikt in der Familie oder in der Arbeit hindern. Davon, dass sie Freunde verlieren. Es hindert ihnen daran auch die Ängstlichkeit vor dem Auftritt in der Öffentlichkeit, die Befürchtungen, dass sie lächerlich werden. Es hindert ihnen daran auch ihre Beschäftigung und Überlastung. Allerdings kann man das Evangelium ohne die Evangelisierenden nicht verbreiten.

Darum ermannen wir uns, stellen wir uns voll in den Dienst des Evangeliums. Predigen wir uns selbst nicht, manipulieren wir das Wort nicht, leben wir weiterhin rein und heilig. Unsere Arbeit ist wert und sinnvoll.

 

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