GESCHICHTE BONNKE´S MISSION CHRISTUS FÜR ALLE NATIONEN

CfaN, 14.11.2009

Ein blutgewaschenes Afrika - das war die Vision, die Evangelist Reinhard Bonnke vor über 35 Jahren von Gott erhielt. Seit jenem Tag erfüllt ihn der brennende Auftrag, Afrika für Jesus Christus zu gewinnen. „Ob ich esse oder trinke, wache oder schlafe, die Vision ist immer gegenwärtig, sie lässt mich nie los", bekennt er freimütig. Die Missionsorganisation CfaN (Christus für alle Nationen) feiert 35 Jahre der Existenz.


091114n002.jpgReinhard Bonnke ist im Jahre 1940 in Kaliningrad (Königsberg) geboren, wo sein Vater ein Pastor war. Die erste Berufung zur Mission Afrikas kam, als er erst 9 Jahre alt war. Mit 19 Jahre meldete er sich zum Studium an der Bibelschule in Wales an. Nach der Vollendung des Studiums war er sieben Jahre Pastor der Pfingstgemeinde im Norddeutschland.

 

Der Anfang - Lesotho
Im Jahre 1967 verschiffte er mit seiner Frau und 6 Monate altem Sohn Kai-Uwe nach Afrika. Nach der Ankunft in das unabhängige Gebirgs-Königreich Lesotho arbeitete Bonnke als ein Missionar. Die ersten acht Jahre auf dem Missionsfeld baute er eine Kirche in der Hauptstadt Maseru und gründete einen Bibel-Korrespondenzkurs, durch den viele tausend Menschen in Lesotho und anderen Teilen Afrikas mit dem Evangelium erreicht wurden. Trotzdem sehnte er sich nach mehr.


Dieses tief verwurzelte Verlangen wurde noch durch eine Vision verstärkt, die er im Jahre 1972 hatte. Mehrere Nächte hintereinander sah der Missionar das Bild eines im Blute Jesu rein gewaschenen Afrikas vor sich. Gleichzeitig vernahm er die Stimme des Heiligen Geistes in seinem Herzen, die ihm wieder und wieder die Worte zuflüsterte: „Afrika soll gerettet werden!" Dieses Erlebnis packte ihn so stark, dass er fortan nur noch von dem einen Ziel erfüllt war, ganz Afrika mit der Botschaft des Evangeliums zu durchdringen, von Kapstadt bis Kairo.


Anfang der Großevangelisationen - Gaborone
Im Jahre 1975 fuhr Reinhard Bonnke nach Gaborone in Botswana, um eine Sendezeit im Ortsrundfunk gewinnen zu versuchen. „Bis dahin predigte ich noch nie auf einem Stadion", erinnert sich der Evangelist daran. Aber auf dem Weg vom Flughafen ins Stadtzentrum beachtete er das Volksstadion und der Herr sagte ihm: „Ich möchte, dass du mein Wort hier predigst!"

 

Er wusste, dass Gott etwas Spezielles plant und darum vermietete er das Stadion für 10 000 Menschen. Aber wie er den Platz erfüllt? Die Versammlungen sollten schon in vier Wochen beginnen. Den ersten Tag erschienen nur bloß 100 Menschen, die sich ganz auf so großem Stadion verloren. Trotzdem er nicht von der Heilung predigte, wurden die Menschen während der Versammlung geheilt. Das sprach sich blitzschnell in der ganzen Stadt herum und am Ende der Woche wurde das Stadion zum Brechen voll.

 

Während der letzten Versammlung sagte ihm Gott klar, dass er von der Taufe im Heiligen Geist sprechen und für jeden, der diese Gabe möchte, beten sollte. Dies wurde der selbstverständliche Teil jeder Kampagne. An diesem Tag kam für die Taufe im Heiligen Geist 1 000 Menschen. Der Schlüssel zum Eingreifen eines Kontinentes ist im Ausgießen vom Heiligen Geist. Dieses ungewöhnliche Ereignis wiederholte sich in verschiedenen Ländern in der ganzen Welt unzählig mal. Dutzende tausend von Menschen wurden durch die Kraft vom Himmel berührt.

Diese erste Massenaktion wurde zum Prototyp aller weiteren Evangelisationen von CfaN.

„Das gelbe Zelt"
Dennoch gab es ein Problem, das ihm sehr zu schaffen machte: Durch die ungünstigen Witterungsverhältnisse in Afrika wurden die Evangelisationsveranstaltungen oft stark beeinträchtigt. Seit dem Jahr 1974 hatte er mit seinem Team Evangelisationen in Südafrika in einem kleinen Zelt, das ungefähr für 800 Menschen war, veranstaltet. Aber dieses Zelt reichte schon bald nicht mehr aus. Etwas musste geschehen! Es benötigte ein größeres Zelt für 10 000 Menschen!


Die Kosten für den Bau eines so großen Zeltes waren riesig und verlangen einen großen Glaubensschritt. Als sich Reinhard seinen Kopf darüber zerbrach, wie er die Rechnungen bezahlt, sagte ihm Herr: „Plane nicht laut dem, was du in der Tasche hast, sondern nach dem, was ich habe!"

 

Als es im Jahre 1978 zum ersten Mal errichtet wurde, begannen sie ihn „das gelbe Zelt" zu nennen. In den nächsten Jahren wurde es zum Symbol Gottes heilender Gnade für das ganze Südafrika. Dutzende tausend Männer und Frauen in Südafrikanischer Republik, in Swasiland, Botswana, Simbabwe und Sambia gaben ihr Leben an Jesus Christus an.

„Das große Zelt" - Soweto
Doch auch dieses Zelt erwies sich schon bald als zu klein und es war klar, dass es noch mehr größeres Zelt erforderlich sei, weil der Herr die Vision noch verbreitete: „Die Zeit, wann du mit dem Sichel erntetest, ist weg. Es kam die Zeit für die Vollerntemaschine!" Und während das 10.000-Mann-Zelt pausenlos im Einsatz war, begannen die Konstruktionsarbeiten an einem neuen, wesentlich größeren Zelt. Das „größte Zelt der Welt" wurde am 18. Februar 1984 für die Arbeit des Herrn feierlich in Soweto in der Vorstadt von Johannesburg in Südafrikanischer Republik eingeweiht. Er hatte Fläche von 12 000 qm und die Höhe von 27 m - wie ein siebenstöckiges Gebäude. Laut dem Guinness-Buch der Rekorde war es „der größte übertragbare Bau der Welt".

 

Trotzdem hörte Reinhard Bonnke bald ganz auf in den Zelten zu predigen und es mussten die Versammlungen für die großen Menschenmassen unter dem offenen Himmel stattfinden. Seit dem benutzen das große Zelt andere Missionsorganisationen in Afrika.

 

Seit dem werden die meisten Evangelisationen mit Reinhard Bonnke und dem CfaN-Team auf den riesigen freien Plätzen abgehalten. Im Jahre 1988 kamen zur Evangelisation in Nairobi (Kenia) bis zu 200.000 Menschen. Allein im Zeitraum von 14 Jahren (1987-2000) besuchten insgesamt über 53 Millionen Menschen die CfaN-Evangelisationen. 16 Millionen trafen eine klare Entscheidung für Jesus Christus und wurden in die Betreuungsprogramme der jeweiligen Ortsgemeinden aufgenommen. Die Errettung eines Kontinents wird Realität - „nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist", spricht der Herr der Allmächtige.

 

Das Wachstum

Was jedoch seit November 1999 geschieht, übertrifft bei Weitem alles bisher Erlebte. Wegen der politischen Situation wurde die ganze Missionsarbeit in Nigeria, in der Zeit das Land mit der größten Bevölkerungsdichte von Afrika, verboten. Als sich die Regierung änderte und Evangelisationen wieder genehmigt wurden, begannen Reinhard Bonnke und sein Team eine große Zahl der Kampagnen zu planen, um die mehr als 8-jährige Abwesenheit zu entschädigen, wann für sie Nigeria - das Zuhause von fast einem Viertel der Bewohner Afrikas - geschlossen wurde.


Bei dem ersten Evangelisationseinsatz in Nigeria versammelten sich in Benin City bis zu 500.000 Menschen in einem Abend, in sechs Tagen insgesamt 2 Millionen. Danach folgten drei Evangelisationseinsätze. Allein in diesen vier Evangelisationen entschieden sich insgesamt 4 Millionen Menschen für Jesus.


Am 29. April 2000 predigte Reinhard Bonnke zu 210.000 Zuhörern im islamisch regierten Sudan auf dem zentral gelegenen „Green Square" in der Hauptstadt Khartum. Während dieser 6-tägigen Evangelisation entschieden sich mehr als 130.000 Menschen, überwiegend Moslems, für Jesus. Zwei weitere Evangelisationen in Äthiopien schlossen sich an, während bereits die Vorbereitungen für die geplante Großevangelisation in Lagos (Nigeria) - die achtgrößte Stadt der Welt - auf Hochtouren liefen.

 

Lagos 2000 - die Millenniums-Evangelisation

Diese 6-tägige Großevangelisation wurde von insgesamt 6 Millionen Menschen besucht. Zur Abschlussveranstaltung am Sonntag, dem 12.November 2000, hatten sich 1,6 Millionen Menschen versammelt. Dies war die bisher größte Besucherzahl in der 25-jährigen Geschichte von Christus für alle Nationen. Ihr Anblick glich einem riesigen wogenden Menschenmeer.


Was ist „das Geheimnis", das die Arbeit von CfaN so effektiv macht? Die Großevangelisationen in Afrika werden viele Monate im Voraus strategisch geplant und in enger Zusammenarbeit mit den Ortsgemeinden durchgeführt. Der Trägerkreis besteht aus einem breiten Spektrum von christlichen Kirchen und Gemeinschaften wie Lutheranern, Anglikanern, Baptisten, Presbyterianern, Methodisten, Pfingstlern, charismatischen Gemeinden und vielen anderen.
Die Berater und Gehilfen von verschiedenen christlichen Gemeinschaften, die es in der gegebenen Region gibt, sind im Voraus geschult und auf die Veranstaltung vorbereitet. Der Boden für jede Evangelisation ist durch das intensive Gebet vorbereitet. Reinhard Bonnke ist überzeugt, dass eine Evangelisation ohne permanente Gebetsbegleitung einer „Bombe ohne Zünder" gleicht.

 

Immer fünf Abende hintereinander finden die Versammlungen unter freiem Himmel statt. Seit Jahrzehnten hat sich ein typischer, sehr effektiver Stil dieser Evangelisationen herausgebildet. Sie gelten in der Region als absolute Großereignisse und in der Regel nehmen Staatsoberhäupter, Stammeskönige, Minister und andere ähnliche Personen daran teil.

 

Reinhard Bonnke spricht immer klar und eindeutig. Seiner Verkündigung folgt ein deutlicher Aufruf zur Buße und Bekehrung. Über das gesamte Gelände verteilt befinden sich in der Menge viele tausend einheimische Seelsorgehelfer, die den neugeborenen Christen das 32-seitige Büchlein „Now that you are saved" (in Deutsch: „Für immer im Plus") übergeben und gemeinsam mit ihnen eine Entscheidungskarte ausfüllen, in der die Person mitteilt, dass sie von jetzt an ihr Leben Jesus Christus ganz anvertrauen, nach den Prinzipien seines Wortes leben und regelmäßig eine lebendige Kirche oder Gemeinde besuchen will. Es sind bisher in einer Auflage von über 90 Millionen Exemplaren in 50 verschiedenen Sprachen gedruckt worden. Ziel ist, dass Seelsorgehelfer jeden Einzelnen persönlich besuchen, in die Gemeinde einladen, im Gebet begleiten und weiterhin Kontakt zu ihm halten.

Durch die entstandene Einheit und das Gemeindewachstum nehmen Bedeutung und Einfluss des christlichen Glaubens in der ganzen Region zu. Christen sind ermutigt, aktiv zu beten, zu missionieren und „die Fackel weiterzutragen".


Das Gebet für Heilung und Befreiung gehört zum festen Bestandteil jedes Gottesdienstes. Hierbei kommt es regelmäßig zu einer beeindruckenden Zahl Gottes Heilungen und Wunder. In den 9 Jahren - seit dem Jahr 2000 bis März 2009 - besuchten 67 Evangelisationen, überwiegend in nigerianischen Städten, 78 Millionen Menschen und 52 Millionen Menschen von ihnen entschieden sich für Jesus Christus.


Einfluss der Bekehrung auf das Leben des Menschen
Bei eindeutiger Mehrheit der Menschen, die Jesus Christus Glauben schenken, kommt es zur Stärkung ihres Gedankens und ihrer Individualität. Sie bekommen eine neue Sicherheit, innerlichen Frieden, Freude und die Hoffnung für die Zukunft. Die Nebenprodukte dieser Änderung sind geheilte Beziehungen, wiederhergestellte Ehen und Einheit in den Familien.

 

Auf den Versammlungen von CfaN verlaufen Hunderte physischer und psychischer Heilungen, Leben von mehreren Menschen werden radikal geändert.


• Früher blinde Väter von Familien müssen nicht mehr betteln, sie können arbeiten und ihre Familien beschaffen
• Früher taube oder lahme Kinder können beginnen in die Schule zu gehen
• Geisteskranke, gewaltsame Menschen erleben Befreiung und Frieden
• Frevler verpflichten sich zum neuen Leben und Diebe geben gestohlene Sachen zurück
• Alkoholiker und Drogenabhängige werden befreit
• Ehen und Familienbeziehungen werden wiederhergestellt

• Menschen zahlen ihre Schulden und Steuer


Die Freude der Familienangehörigen über solche Heilung und Erlösung ist unaussprechlich. Die Nachrichten verbreiten sich schnell.

 

Staatsoberhäupter und Regierungen sind sich bewusst, wie positiv und segensreich sich das Evangelium auf die Bevölkerung auswirkt. Deshalb ist Reinhard Bonnke oft eingeladen, um sogar in solchen Ländern zu predigen, in denen der Islam die Hauptreligion ist.

 

Nichts anderes bringt den besseren Grund für eine funktionierende Gesellschaft als die christlichen Werte alltäglich geltend zu machen.

Generell über CfaN
Christus für alle Nationen ist als gemeinnütziger Verein in Solingen in Deutschland registriert. Der Verein finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Die europäische Missionszentrale von Christus für alle Nationen e.V. hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Darüber hinaus gibt es in Südafrika, Nigeria, USA, Kanada, England, Australien, Hong Kong und Singapur eigenständige CfaN-Büros.

Die Feuerkonferenzen
Die Evangelisationsaktivitäten sind - im Sinn die Menschen zum Gottes Königtum „anzuknüpfen" - nur eine Seite der Münze. Dennoch besonders die Menschen, die „Vollzeitarbeit" für Gottes Königtum machen, benötigen durch die Vision und frisches Feuer ausgerüstet, ermuntert und erfüllt zu sein.


Schon im Jahre 1986 plante Bonnke eine Konferenz speziell für Pastoren, kirchliche Mitarbeiter, Missionare usw. Diese erste wöchentliche „Feuerkonferenz" fand in Harare in Simbabwe statt.

 

Es nahm über 4000 Delegierte aus 41 afrikanischen Staaten daran teil. Der Gegenstand der Konferenz war die Botschaft aus Lukas Evangelium. „Der Geist des HERRN ist bei mir, darum, dass er mich gesalbt hat; er hat mich gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstoßenen Herzen, zu predigen den Gefangenen, dass sie los sein sollten, und den Blinden das Gesicht und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen." (Luk 4:18 Luthers Übersetzung) Wie es sich später erwies, die Gottes Salbung zu „Predigt, Heilungsvorgang und Befreiung" sollte einen Erfassungsbereich auch hinter die Grenzen Afrikas haben.


Das machtvolle Wirken Gottes in Afrika gab den Glauben an eine geistliche Erneuerung Europas. Geführt durch den Heiligen Geist richtete CfaN bisher sechs dieser Feuerkonferenzen auch in Europa aus, die das Ziel hatten, die Christen in Europa evangelistisch zu motivieren. Alle Konferenzen, die stattfanden, hatten eine dauerhafte Wirkung auch hinter den Grenzen den Staaten.

Dank Fernsehen, Radio, Video, Tonkassetten sowie mit zeitgemäßen Kommunikationsmitteln, wie beispielsweise das Internet heutzutage bietet, werden viel mehr Menschen erreicht. Im Jahre 2007 begann CfaN seine Evangelisationsarbeit als cfan.tv.

 

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